One year without…

Vielleicht erinnert ihr euch noch an den letzten Absatz eines Posts von vor fast einem Jahr

Am Mittwoch war es also ein Jahr her, dass K. starb. Und ich muss sagen, dass er mir und uns allen immer noch fehlt. Seine Art war eine sehr spezielle, er war einfach wunderbar, und sein Tod war damals einfach unvorhersehbar. Inzwischen starben noch zwei weitere Menschen, die noch jung (Anfang 30) waren, doch diese kannte ich nicht so nah, diese waren nicht so besondere Freunde für mich.

Ich würde lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass K.s Tod auch was Gutes hatte. Es hat uns zusammen geschweißt, alle haben gemerkt, wie wichtig ist, die Zeit im Hier und Jetzt zu nutzen, viel Zeit mit Freunden zu verbringen. Ich glaub, dieses Bewusstsein hat mich sehr verändert. Ich bin nicht mehr die “Party-Maus”, die ich war, als ich K. und die anderen Freunde aus diesem Freundeskreis kennen lernte, aber ich hab mich wieder zurück besinnt, dass ich für mich lebe. Ja, die Ausbildung war wichtig und ich hab Einsatz gezeigt, um dieses Ergebnis zu erreichen. Aber ich muss auch zugeben, dass ich zahlreiche Hausaufgaben verspätet eingereicht habe, weil mir eine Feier oder ein Sit-in bei Freunden dazwischen kam. Ja, ich war da oft hart an der Grenze, hab oftmals abends lange gearbeitet, aber die Zeit mit meinen Freunden wollte ich mir eben nicht nehmen lassen.

Inzwischen stelle ich mir immer die Frage: Was will ich eigentlich? Wo will ich hin und wie viel bin ich bereit aufzugeben, um meine Ziele zu erreichen? Und welche Ziele muss ich erreichen, um glücklich zu werden? Tja, das ist wohl ein Spagat, den viele von uns in ihrem Leben machen müssen. Ich für mich kann nur sagen, dass ich nicht dauerhaft von hier weg möchte. Für eine befristete Zeit, ließe sich da was machen, aber ich fühle mich einfach mit meiner Heimat so sehr verbunden… Ich möchte nicht ausschließen, dass eine befristete Zeit “im Exil” mich nicht umstimmen könnte, gehe allerdings nicht davon aus.

Die “Gedenkfeier” war ein schöner Nachmittag. Schon lange haben wir nicht mehr in einer solch großen, friedlichen, gemütlichen Runde am Schloßberg gesessen. Ich glaub, das wäre in K.s Sinne gewesen.

K., ich vermisse Dich. Da bin ich auch nicht die Einzige. Aber Du hast hier in jedem von uns etwas hinterlassen. Ich wünschte, es gäbe mehr Menschen wie dich!

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7 Gedanken zu “One year without…

  1. Sibel sagt:

    Mein Beileid, auch wenn es jetzt schon ein Jahr her ist. Ich habe bisher – gott sei dank – keine nähere Person verloren. Kann mir aber ziemlich gut vorstellen, was für ein Loch es ins leben reist….

    • Jana sagt:

      Danke.
      Ja, ein großes Loch. Wobei eine meiner besten Freundinnen mit ihm zusammen und bei seinem Tod anwesend war. Das ist noch eine Steigerung, die ich mir kaum vorstellen kann…

  2. Luiza sagt:

    Sehr ergreifend. Ich habe vom Tod eines Freundes erst 2 Jahre später gehört, man hat sich auseinander gelebt, aber Zufälle lassen einem alle Nachrichten zukommen, die wichtig sind. Das ist schon 10 Jahre her, aber ich kann mich erinnern, dass ich damals genau so wie Du gedacht habe. Und Du hast Recht.

    • Jana sagt:

      Das ist mir auch schon passiert, so ähnlich jedenfalls. Hatte mal eine sehr gute Online-Freundin und erst ein halbes Jahr nach ihrem Tod davon erfahren. Leider. Das ist ganz schön krass… Da lebt man sich auseinander und irgendwann ist der andere tot. Zeigt einem noch mehr, dass man aktiv leben und Kontakte pflegen sollte.

  3. Gossip Girl sagt:

    Von mir auch: Mein beileid.

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