Neues Blogprojekt

Neben diesem Blog, den ich eigentlich unbedingt weiterführen möchte, habe ich am vergangenen Wochenende noch einen zweiten Blog gestartet. Dieser geht zurück auf die Idee eines guten Freundes, unsere “Vergangenheit in der Ev. Jugend aufzuarbeiten”. Ursprünglich hatte er mich gefragt, ob wir nicht gemeinsam ein Buch schreiben wollen. Wir sind schließlich dann darauf gekommen, dass es ein Blog werden soll.

In dem Blog wollen wir von Erlebnissen berichten, die wir mit der EvJu hatten – sowohl einzeln (da wir ja aus verschiedenen Kirchengemeinden kommen) als auch gemeisam. Außerdem wollen wir aktuelle Themen aufgreifen, wenn es um kirchliche Themen geht (wie bei Jauch vergangene Woche) oder ums Thema Ehrenamt und jugendliches Engagement. Wir wollen auch von Zeit zu Zeit Bücher vorstellen, die uns bei Andachten o.a. helfen und eigene Andachten online stellen. Und dann alles, was uns selbst noch einfällt. Im Vordergrund wird das schwelgen in Erinnerung stehen, denke ich – und wie diese Erinnerungen uns für das “zukünftige Leben” geprägt haben. Es soll niemanden zum Christentum bekehren, aber unsere Sicht darauf verdeutlichen. Vielleicht werden wir so doch noch verständlicher für diese breite Masse der Atheisten, die die Kirche und den Glauben so sehr verteufeln.

Ich lade euch ein, dort mal vorbeizuschauen. Aktuell sind erst 2 Artikel online und an jedem Wochenende wird ein neuer dazu kommen. Die URL lautet:
http://evjuexperience.wordpress.com/

Abschied

Nur 3 Wochen nach meinem Quasi-Umzug nach Frankfurt habe ich jetzt auch den letzten Abschied hinter mir. In einem Gottesdienst wurde ich von meinen Aufgaben in der Ev. Jugend als Pressesprecherin und Vorstandsmitglied entbunden und von allen rührend verabschiedet. Ich muss sagen, dass es der schwerste Abschied war, den ich je hatte und mit den meisten Tränen verbunden war. Konnte ich mich bei der letzten Arbeitsstelle noch zusammenreisßen und bei der Familie und den Freunden nur wenige Tränchen verdrücken, so waren an diesem Samstag alle Schleusen offen… Ich denke, das liegt daran, dass ich echt viel Zeit und Kraft in die Ev. Jugend gesteckt hab, ich aber erst jetzt realisiert hab, dass ich wirklich weg bin. Und bei Familie und Freunden ist die Chance auch deutlich größer, diese Menschen häufig wieder zu sehen.

Ich war Freitag nachmittag wieder in Celle angekommen und schon beim Anblick meiner Mutter am Bahnhof musste ich heulen wie ein Schlosshund. Ebenso bei meiner Ankunft im Seminarhaus. Der Freitag Abend und Samstag waren geprägt von Gesprächen und einem verdammten Kloß im Hals.

Der Gottesdienst war so wunderbar und beim Empfang danach waren viele noch an mir und meinem weiteren Leben interessiert. Es war so schön!

Es ist schön, vermisst zu werden. Irgendwie. Und es ist schön, zu wissen, dass es einen Sinn hatte und ein Loch hinterlässt, was ich dort getan hab. Es war nicht sinnlos, aber es ist grade wie das Ende der Welt, dass diese Zeit zuende ist.

Oasen-Tage <3

Vor einigen Monaten waren wir mit dem Vorstand auf einer Klausurtagung. Im Vordergrund sollte aber nicht die Sitzung stehen (obwohl wir natürlich eine Sitzung gemacht haben, die deutlich länger und intensiver war als üblich), sondern das Miteinander.

So waren wir den gesamten Samstag von 10 bis 18 Uhr unterwegs über die Wiesen und Felder des Ortes an dem wir waren. Dort gab es verschiedene Stationen, die alle etwas mit uns, Selbstfindung oder unserer Arbeit zu tun hatten. Die Stationen gehören zum Schöpfungsweg. So passte auch ein Thema da rein, dass wir schon lange aufgeschoben haben, über das ich jetzt aber nicht schreiben möchte. Schließlich folgte aus der Diskussion der Wunsch, Arbeitsgruppen zu bilden. Rechtsextremismus ist schon lange ein Thema für uns, jetzt kam u.a. noch Nachhaltigkeit hinzu.

Zeigen möchte ich euch ein paar Fotos von diesem Samstag. Allerdings nur solche, auf denen keine Menschen abgebildet sind.

Plakat-Design

Wenn wir irgendwelche Aktionen haben, dann bin ich meist automatisch in der Gruppe für Werbung. Ist als Pressesprecherin/ Öffentlichkeitsbeauftragte sicherlich auch sinnvoll, weil ich immer für die Kontakte mit der Presse verantwortlich bin, aber auch immer ein Auge auf Werbung und Eigendarstellung “innen” und “außen” habe.

Und wie der Zufall es so will, ist das natürlich auch genau der Part, an dem auch mein Herz hängt. Ja, wenn es im Gestaltung geht, dann geht mein Herz auf. Ich bin auch ein großer Fan, des Corporate Design. Sowohl im FSJ als auch in der Ausbildung bin ich da schon ein bisschen drauf getrimmt worden, denn beide Einrichtungen sind groß und legen wert auf ein offizielles, einheitliches Auftreten. Natürlich kann man das in der kirchlichen JUGENDarbeit noch ein wenig weiter dehnen, aber bestimmte Gegebenheiten sollten vorhanden sein. So zumindest das Logo und die beiden Farben aus dem Logo. Ich will das schon erreichen, dass man die Farben, die nicht so alltäglich sind in ihrer Kombination (orange und grün) zusammen mit dem Logo (das Kugelkreuz, oder auch Kreuz auf der Weltkugel, also DAS Logo der ev. Jugend) schnell mit uns in Verbindung bringt. Dass es vielleicht auch ein Qualitätszeichen ist. Da wo Ev.Ju. draufsteht, soll auch Ev.Ju. drin sein. Und das soll gefallen. Aber erstmal müssen sie überhaupt das erste Mal angesprochen werden. Deswegen find ich es umso besser, wenn da noch kreative Köpfe sind, die da einspringen, wo bei mir keine Ideen sind.

So. Viel Text. Nun zeige ich euch natürlich auch, von welchen Plakaten ich konkret rede:

Am Anfang stand das Bild, das einer jemand gefunden und als passend befunden hatte. Ich hab schnell über flickr Kontakt zum Urheber hergestellt und wir durften das Bild verwenden. Im Nachhinein hätte ich noch ein bisschen was anders gemacht, aber man lernt ja noch dazu.

Bei diesem Plakat stammt die Bildidee von dem abgebildeten Model, die auch auch mit an diesem Jugendgottesdienst arbeitet. Das Bild ist von mir fotografiert und das Plakat haben wir gemeinsam zusammengesetzt. Bildbearbeitung ist von mir, denn original trägt sie eine pinke Jacke und eine pinke Leggings. Im Endeffekt ist gar kein pink mehr übrig geblieben…

Was sagt ihr? Und worauf soll ich vielleicht beim nächsten Mal achten?

Gottesdienst zur Einführung

Leider ist gar kein Bildmaterial vorhanden, jedenfalls nicht in unserer Hand. Wir hatten heute den Gottesdienst zur Einführung unserer Kirchenkreisjugenddiakonin, unseres Kirchenkreisjugendpastors und des Kirchenkreisjugendvorstandes (zu dem ich ja auch gehöre). Fotografiert wurde zwar, aber ich befürchte, ich weiß nicht, wie ich die Bilder kommen soll…

Jedenfalls war der Gottesdienst einfach nur super und alles hat geklappt. Unser Superintendent hat eine wundervolle Ansprache gehalten. Er hat einfach mal voll getroffen, wie es ist. Die Predigt war auch wunderschön. Und als der Vorstand eingeführt wurde, erhielt jeder eine Karte. Die sah auf den ersten Blick für alle gleich aus, aber auf dem zweiten Blick hatte jeder einen persönlichen Bibelspruch, der ebenfalls bei allen wie die Faust aufs Auge passt. Meiner lautet:

Du tust mir kund den Weg zum leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.
Psalm 16,11

Also das fand ich wirklich eine schöne Geste, gerade weil so persönlich! Erstaunend auch, dass es bei allen passte, obwohl die beiden Verantwortlichen, also Diakonin und Jugendpastor, uns teilweise noch gar nicht so lange kennen.

Jetzt bin ich allerdings platt. Weil leider immer das Aufräumen vergessen wird. Nach dem Gottesdienst gab es nämlich noch Sekt-Empfang und Grillen und da fiel einiges an Abwasch an, was auch die Spülmaschine allein nicht bewältigen konnte. Und der Raum, in dem die Salate vorbereitet wurden, musste auch aufgeräumt werden. Deswegen habe ich noch bis 11 abgewaschen, während die anderen paar Übrig-Gebliebenen den Rest putzten. Auf den Zettel für die nächsten Planungen kommt nun also der Punkt “Aufräumkommando” hinzu.

Das trübt natürlich meine Freude über dieses tolle Erlebnis überhaupt nicht!