Familie bedeutet pures Glück!

Letzte Woche und gestern ist mir erst so richtig, richtig bewusst geworden, welch ein großes Glück familiärer Rückhalt sein kann. In der letzten Woche habe ich einige Stunden meinen Bruder zu Gast gehabt, gestern waren es meine Eltern und mein Bruder.

Seit ich hier in Darmstadt wohne, sind die Momente mit meiner Familie sehr rar geworden. Aber der Kontakt zu meiner Familie ist besser als zu viele Freunden. Bei einigen war das wohl “aus den Augen, aus dem Sinn”. Und wenn man was braucht – und sei es nur eine Auskunft, dann meldet man sich. Klar kriege ich Reaktionen, wenn ich jemanden anschreibe. Aber von sich aus melden sich einige gar nicht oder nur, wenn sie was wollen oder brauchen.

Familie hingegen ist viel uneigennütziger. Wenn ich reden will, finde ich  immer ein offenes Ohr. Und die Entfernung tut dem Verhältnis zu meinem Vater echt gut. Wir gehen uns an die Gurgel, wenn wir im selben Haus leben, aber wir verstehen uns blendend, wenn 400 km zwischen uns liegen.

Mein Vater war es auch, der mir die Entscheidung mit dem Auszug aus der WG Ende Februar abgenommen hat und dadurch alles beschleunigt hat. Nun kann ich wieder glücklich werden. In meiner wunderschönen eigenen Wohnung, die er inspiziert und für gut befunden hat.

Nun sitze ich seit gestern auf meinem Sofa, dass endlich auch seinen Weg nach Darmstadt gefunden hat, bewundere das Plissee an meiner Balkontür und empfinde pures Glück. Weil ich eine Familie haben darf, in der zwar nicht immer alles gut ist, in der der Zusammenhalt aber umso großer ist.

Liebes Tagebuch…

Nein, das soll jetzt kein persönlicher Tagebuch-Eintrag werden.

Eine Kollegin hat mir vergangene Woche empfohlen, meine Gedanken in ein Tagebuch zu schreiben. Ich hatte mich beklagt, dass ich hier vor Ort noch niemanden habe, mit dem ich wirklich über alles quatschen kann, so wie mit meinen Freundinnen in Celle. Chatten und Telefonieren ist einfach nicht dasselbe und unsere Leben gehen auch einfach weiter. Gut, ein Tagebuch ist auch nicht dasselbe, aber ich habe ja schon früher eines geführt und ich mag die Idee irgendwie.

Mir wird grad alles zu neumodisch um mich herum. Seit neuestem habe ich mich sogar auch für’s Online-Banking entschieden, weil das einfacher war, als ein neues Konto bei der hiesigen Sparkasse zu eröffnen. Ich fühle mich wohl mit einem Tagebuch, das richtige Papier-Seiten hat. Und ein eReader kommt mir weiterhin auch nicht ins Haus. Ein bisschen was altmodisches möchte ich mir schon noch bewahren ;)

Einfach mal eben eine Mail schreiben.

Im Moment fällt mir auf der Arbeit immer wieder auf, dass es doch manchmal echt ZU einfach ist, einfach mal eben eine Mail zu schreiben. Da schreiben dann Leute einfach mal eben am Sonntag ne Mail mit einer Frage an uns, die dann auf meinem Schreibtisch landet und ich muss mich dann damit auseinander setzen.

Problem dabei ist oft, dass die Leute sich gar nicht im Klaren sind, dass jede eingegangene Mail einen Verwaltungsvorgang in Gang setzt. Die Mail kommt in die Eingangspost, alle Kollegen sehen die Mail, die Chefin schreibt die Mail einem Bearbeiter zu. Und dann sind in den Mails gar nicht alle Informationen, die man hätte schreiben können, so dass ich meine Arbeit nicht machen kann oder eine zweite Mail kommt, die denselben Weg durchläuft. Sehr oft z.B. fehlt eine Adresse und da die Antworten meistens gebührenpflichtig sind, brauchen wir für die Rechnungslegung eine Adresse. Dann antworte ich also “Das kostet Gebühren, wenn Sie an einer Beantwortung interessiert sind, teilen sie uns Ihre Adresse mit”. In ca. 70% der Fälle kommt dann nie wieder eine Antwort.

Klar kann ich mir auch vorstellen, dass das vielleicht erschreckend ist. Man denkt sich Sonntags “ach, da frag ich mal nach” und kriegt ne Woche später oben genannte Antwort. Und denkt sich dann “naja so wichtig war das ja auch nicht”. Aber kann man sich nicht vorher diese Gedanken machen? Oder vielleicht alle Fragen auf einmal zusammen fassen? Statt eine Frage zu schreiben, ne Antwort zu kriegen, ne Frage schreiben und so weiter?

Früher, als man noch Briefe geschrieben hat, da Porto drauf kleben musste, um es zu verschicken… da hat man sich noch Gedanken gemacht, möglichst alles in den Brief zu schreiben, damit man nicht zu viele Kosten hat. Notfalls wurde noch ein P.S. hinter die Grußformel geschrieben, damit man bloß nicht einen neuen Brief schreiben muss, wenn einem noch ein Zusatz einfiel.

Ich finde, dass das echt ein Problem unserer modernen Zeit ist, ja. E-Mail-Verkehr, besonders mit Behörden, ist doch kein Chat.

Umzug again

Noch vor kurzem habe ich hier verkündet, dass ich in eine WG eingezogen bin. Aber das ist auch schon wieder Geschichte.

Ich hoffe, ihr versteht, dass ich hier online nichts zu den Gründen und so sagen möchte. Jedenfalls ging für mich im März die Wohnungssuche und das Pendeln aus Frankfurt von vorne los. Inzwischen habe ich auch eine wunderschöne Wohnung gefunden, in die ich dann im April schon einziehen kann.

Jetzt bin ich grad einfach nur gespannt, wie sich das entwickelt. Alleine wohnen UND niemanden kennen. Wobei ich schon daran arbeite, mal Leute kennen zu lernen. Aber so einfach wie in Celle wird das wohl nicht? Der Plan ist: Mit dem netten Kollegen treffen. Zur kirchlichen Jugendgruppe gehen, die bis 27 geht. Regelmäßig zum Stammtisch und zu Aktionen der fb-Gruppe “Neu in Darmstadt”. Und dabei einfach die Stadt kennen lernen, die ich ja eigentlich ganz gerne mag. Eine schlechte Erfahrung kann ja nicht das Ende bedeuten!

Neue Wohnung, neues Leben

Neue Wohnung ist vielleicht ein wenig übertrieben… aber ich wohne jetzt hier. Ich bin in eine WG eingezogen, aber konnte noch immer nicht alle meine Umzugskisten auspacken. Meine Mitbewohnerin ist ein wenig älter als ich und angehende Lehrerin. Außerdem wohnen wir hier mit 2 Hunden, 2 Meerschweinchen und einem Aquarium. Dazu demnächst dann mehr.

Schande auf mein Haupt, dass ich die letzten Kommentare nicht beantwortet habe. Dafür ist es jetzt auch vielleicht ein bisschen spät. Ich lebe hier halt momentan so vor mich hin. Gehe Montags bis Freitags von morgens bis abends arbeiten und versuche am Wochenende mein Schlafdefizit auszugleichen.

Soziale Kontakte habe ich auch noch nicht so richtig, wobei ich natürlich meine Mitbewohnerin kenne und auch Freunde von ihr kennen lerne. Aber mir fehlt trotzdem mein Leben, wobei ich als Leben das definiere, was außerhalb der Arbeit passiert.