Heute war ein beschissener Tag. Die Stimmung im Büro war auf dem Nullpunkt. Irgendwie hab ich ein Problem mit einem meiner „Kollegen“. Aber das werd ich hier sicher jetzt für den Moment nicht ausbreiten, wohl aber später in einem Passwortgeschützten Blogpost.
Ich fühl mich Kollegen-technisch aber insgesamt schon von Anbeginn der Ausbildung nicht so richtig wohl. Vielleicht bin ich ein wenig verwöhnt, was Kollegen angeht? Ich weiß es nicht.
Fakt ist, dass ich im FSJ sehr lange gebraucht habe, bin ich irgendwie Kontakt zu den Kollegen aufgebraut habe und ein wenig aufgetaut bin. Ich bin morgens in mein Büro und abends nach Hause. Nur Mittwochs zur Dienstbesprechung hab ich mal mehr Kollegen als nur meinen Betreuer gesehen.
Dann sprach mich ein Kollege an, der Aufgaben für mich hatte und 3 Andere luden mich in den Sozialraum zum gemeinsamen Mittagessen ein. Von da an wurde alles besser.
Jetzt in der Ausbildung bin ich von vornherein viel offener auf die Kollegen zugegangen. Ich war von Anfang an gesprächig und sowieso immer beim gemeinsamen Mittagessen dabei, weil wir aufgrund der Archivalien sowieso nicht am Platz essen sollen und können.
Trotzdem fehlt mir die Herzlichkeit aus dem FSJ. Als ich gestern noch einmal dort war, wurde ich von allen meinen ehemaligen Kollegen herzlich empfangen, viele umarmten mich und alle wollte hören, wie es mir in der Ausbildung ergeht.
In der Ausbildung hingegen gibt es 2 Grüppchen. Und zwischen diesen Grüppchen findet wenig Interaktion statt. Irgendwie ist es kalt und man ignoriert sich, solange man nicht arbeitstechnisch miteinander zu tun hat. Mit einer Frau habe ich bis heute nur 5 Sätze in 2 Gesprächen geredet. – Gut, ich will das jetzt nicht pauschalisieren, dass das IMMER so ist, aber es fällt mir in der Regel so auf. Und ich als Beziehungsmensch passe da irgendwie weniger hinein. Leider, weil mir der Beruf ja echt Spaß macht, egal was andere dazu sagen.
Außerdem fühle ich mich ganz oft missverstanden. Ich lerne eher schlecht aus Büchern. Ich möchte etwas einmal erklärt haben, noch tausend fragen dazu stellen und es von der Pieke auf lernen. Sobald ich den entsprechenden Arbeitsschritt einmal gemacht habe, wird er dann schnell zur Routine und fällt mir leichter. Scheinbar kommt das aber auch nicht so gut an. Leider werden auch meine Fragen voll oft nicht verstanden und dann bekomme ich Antworten, die ich schon wusste, aber meine Frage bleibt offen. Ich weiß nciht, ob ich zu kompliziert frage oder ob meine Fragen zu einfach gestrickt sind für Leute, die das schon länger machen und denen das alles bereits völlig klar ist.
Naja, Lehrjahre sind keine Herrenjahre, oder wie sagt man so schön? Wenigstens hab ich als Ausgleich zur Arbeit noch meinem Blog, die Blogosphäre, meine liebsten Twitter-Freunde, Evi und Norman im msn, Freunde aus’m FSJ, Freunde aus der Berufsschule, Freunde in Celle, die Fotografie und meinen Hund. Das hilft mir wirklich sehr =)





