Ein paar Mal habe ich nun schon von meinen Praktika in der Ausbildung berichtet und doch nie wirklich viel verraten.
Ehrlich gesagt liebe ich Praktika! Ich liebe es, zu einem neuen Arbeitsplatz zu gehen, dort als Praktikantin betreut zu werden, meine Aufgaben zu erledigen und finde es meist schade, wenn ich wieder gehen muss.
Das liegt an mehreren Gründen:
1. liebe ich es, neue Gebäude auch in den internen Bereichen kennen zu lernen! Auf meiner Arbeit kenne ich doch jeden Gang. Ich genieße es immer noch, durch die Tür “Nur für Personal” zu gehen, aber woanders, mit mehr Publikumsverkehr, finde ich das noch aufregender! Ich weiß, das ist total albern, aber kleine Freuden verschönern das Leben oder nicht?
2. ist die Arbeit eine ganz andere. Also ich hasse es, wenn ich als Praktikantin auch als “Dummerchen” behandelt werde. In der öffentlichen Bibliothek war es zum Beispiel so, dass mir viele Sachen erklärt wurden, die schon Teil des 1. Lehrjahres waren. Ich bin ja nun schon im 3. Lehrjahr und daher war ich an den total theoretischen Grundlagen nicht mehr interessiert, ich wollte die Praxis sehen. Aber: als Praktikantin wird man nicht so in die Arbeit geworfen, wie es die Auszubildenden werden oder gar die Mitarbeiter. Man steht nicht unter Druck und man kann nachfragen. Man kostet den “normalen” Mitarbeitern natürlich mehr Zeit…
3. finde ich die Mitarbeiter immer nett. Ich habe kaum eine Chance, irgendwelche negativen Spleens kennen zu lernen. Und wenn ich eine Person dann doch nicht so sehr mag, dann seh ich sie ja nach dem Praktikum nicht mehr wieder. In diesem Fall geht es übrigens um den persönlichen Aspekt und nicht den fachlichen. Da bin ich durchaus in der Lage, zu unterscheiden.
Irgendwie vermisse ich die Praktika schon jetzt, wenn ich denke, dass ich bald mit der Ausbildung fertig bin und dann einen Job haben werde, in dem ich einen festen Arbeitsplatz ohne viel Abwechslung haben werde
